Genossenschaftliches Wohnen

Wohnbaugenossenschaften bieten eine preisgünstige Form des Wohnens.

Die Idee

So genannt «gemeinnützige Wohnbauträger» funktionieren anders als der übrige Wohnungsmarkt. Denn bei Wohnbaugenossenschaften sind die MieterInnen zugleich GenossenschafterInnen. Die Mietzinseinnahmen werden für die Deckung aller Verpflichtungen verwendet und es werden keine Gewinne ausgeschüttet. So können die Mietzinse stabil gehalten werden und es sind Mittel da, um die Wohnungen gut zu unterhalten.
Wohnbaugenossenschaften verfolgen den Zweck gesunden und preiswerten Wohnraum zu schaffen und zu erhalten. Sie fördern das Zusammenleben und die Integration im Sinne des Solidaritätsgedankens und agieren nicht gewinnorientiert.

Durchmischt und preiswert

Genossenschaften fördern ein durchmischtes Wohnen. Dabei sollen sozial Schwächere ebenso berücksichtigt werden, wie Menschen mit besonderen Bedürfnissen oder unterschiedlicher kultureller Herkunft.
Neben preiswerten Wohnungen bieten Wohnbaugenossenschaften einen Mehrwert, der über die eigenen vier Wände und die eigene Siedlung hinaus geht: Genossenschaften

  • suchen den Einbezug ihrer Mieterschaft,
  • sorgen sich um die sozialen Anliegen ihrer Gemeinden,
  • fördern oft eine qualitativ hochstehende Architektur und
  • fokussieren auch auf die Aussenräume, die als attraktive Treffpunkte auch den umliegenden Quartieren zugutekommen.

Genossenschaften sind zudem eine treibende Kraft, wenn es um Fragen der Ökologie oder um die 2000 Watt-Gesellschaft geht.

Merkmale

Gemeinnützige Wohnbauträger bieten Wohnraum für alle Bevölkerungskreise. Dabei streben Wohnbaugenossenschaften eine Durchmischung an, die unterschiedliche Lebensstile zulässt und Schwache nicht ausgrenzt. Sie berücksichtigen insbesondere Familien, Behinderte und Betagte.
Da Mieterinnen und Mieter Mitglieder der Genossenschaft sind, bestimmen sie mit über ihr gemeinsames genossenschaftliches Wohneigentum.

Fast alle Genossenschaften sind dem Prinzip der Gemeinnützigkeit verpflichtet. Der Wohnraum bleibt der Spekulation entzogen. Als Folge sind Genossenschaftswohnungen im Durchschnitt rund 20 Prozent günstiger als die Gesamtheit aller Mietwohnungen.

Beim Bauen und Erneuern steht die Beachtung von ökologischen Grundsätzen im Zentrum. Die gute, nachhaltige und kostenbewusste Pflege der Liegenschaften zur Werterhaltung ist ein grosses Anliegen.
Bei Umbauten oder Ersatzneubauten gehen Genossenschaften in sozial verträglicher Weise vor. Die Ideale der Genossenschaften und deren soziale Haltung kommen auch bei der Wahl der Geschäftspartner und bei Arbeitsvergebungen zum Ausdruck.

Beispiel Daheim

Bei der Daheim stehen Wohnkosten und -qualität in einem gesunden Verhältnis. Unsere preisgünstigen Wohnungen werden regelmässig saniert und energietechnisch modernisiert. So wurden unlängst die ersten Wohnungen mit Holzschnitzelheizungen ausgestattet und es stehen weitere Entwicklungen hinsichtlich erneuerbarer Energie an.
Unsere Genossenschaftskommissionsvertreter sorgen für einen lebendigen Sozialkontakt unter den Mietern und pflegen einen regen Austausch mit der Verwaltung.

Die Daheim ist Mitglied des Verbands der Wohnbaugenossenschaft Schweiz, der Dachorganisation der gemeinnützigen Wohnbauträger.

Tradition

Die ersten Genossenschaften sind vor über hundert Jahren gegründet worden. Ihr Ziel war es, für die Arbeiterschicht bessere Arbeitsbedingungen sowie gesunden und zahlbaren Wohnraum zu schaffen.

In den Städten ist der Anteil der Genossenschaftswohnungen deutlich höher als im schweizerischen Durchschnitt. An erster Stelle liegen Biel und Zürich mit über 18 Prozent aller bewohnten Wohnungen.
Der Grund für die vielen Wohnbaugenossenschaften in Biel ist die Blütezeit der Uhrenindustrie und der damit einhergehende Mangel an günstigen Wohnungen in den 40er bis 60er Jahren.

Nachfolgend erfahren Sie mehr über die Geschichte der Wohnbaugenossenschaften in der Schweiz:

Gemeinnützige Baugenossenschaften in der Schweiz

Zukunft

Für die nähere Zukunft hat sich die Daheim verschiedene Ziele gesetzt.

  • Wir wollen das durchmischte Wohnen noch mehr fördern und Menschen in allen Lebensphasen und unterschiedlichen Lebenslagen integrieren (behindertengerechte Wohnungen, Rollstuhlzugänglichkeit, Handläufe und Duschen für ältere Personen).
  • Wir wollen neuen genossenschaftlichen Wohnraum schaffen. Beispiel Gurzelen plus
  • Wir wollen vermehrt ökologische Projekte verfolgen (Zusammenarbeit mit ProNatura für die Planung unserer Grünflächen).
  • Wir wollen bei Neubauten und allenfalls auch bei Sanierungen vermehrt auch grössere Wohnungen für Familien sowie Wohnangebote für ältere, wenig mobile Menschen und Behinderte schaffen.
  • Wir wollen bei neuen Siedlungen noch mehr auf eine gute Erschliessung mit öffentlichen Verkehrsmitteln achten.

Nicht zuletzt soll die Daheim im Rahmen ihrer Möglichkeiten kontinuierlich weiterwachsen.

Wohnbaugenossenschaft Daheim
Bielstrasse 50, 2560 Nidau
Postfach 1356, 2501 Biel
Öffnungszeiten Geschäftsstelle
Dienstag und Donnerstag: 14.00 - 17.00 Uhr
Tel 032 361 22 37, Fax 032 361 22 30

by moxi